September 25, 2025
Kaffee und Angst
Koffein aktiviert das sympathische Nervensystem. Es erhöht die Herzfrequenz, lässt den Blutdruck steigen, setzt Adrenalin frei und steigert die Wachheit. In moderaten Dosen fühlt sich das nach Energie an. In zu hohen Dosen oder bei Menschen mit erhöhter Angstempfindlichkeit ist es von Angst nicht zu unterscheiden. Die körperlichen Symptome von zu viel Koffein und einer Angstreaktion sind nahezu identisch. Der Körper kann sie nicht auseinanderhalten.
Wer besonders betroffen ist
Menschen mit diagnostizierten Angststörungen. Besonders Menschen mit Panikstörung. Studien zeigen, dass Koffein bei empfindlichen Personen Panikattacken bereits bei Dosen von 150 bis 300 mg auslösen kann. Langsame Koffein-Metabolisierer. Menschen unter akutem Stress, bei denen Koffein zusätzlich auf eine bereits aktivierte Stressreaktion wirkt.
Anpassen, ohne aufzuhören
Die Dosis reduzieren. Kaffee zum Essen trinken, das verlangsamt die Aufnahme und mildert den Anstieg. Auf Cold Brew umsteigen, der weicher und säureärmer ist. Matcha ausprobieren, der Koffein zusammen mit L-Theanin liefert, das beruhigend wirkt. Ab der zweiten Tasse auf entkoffeinierten Kaffee umsteigen. Kaffee soll den Tag besser machen. Wenn er ihn schwerer macht, muss sich etwas ändern. Finde ein Café in deiner Nähe und frag nach Optionen mit weniger Koffein.
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