April 24, 2025
Kaffee bestellen in Japan
Japan nimmt Kaffee so ernst wie alles andere. Also: vollkommen ernst. Im Land laufen zwei eigenständige Kaffeekulturen parallel: die Kissaten-Tradition und die Specialty-Szene der Third Wave.
Kissaten
Kissaten sind Japans ursprüngliche Kaffeehäuser, gedämpft und still, in denen eine einzelne Person den Kaffee von Hand mit Nel-Drip aufbrüht. Üblich ist eine dunkle Röstung, serviert in Keramik. Die Karte ist schlicht: Blend oder Single Origin, schwarz. Diese Räume gehören zu den ruhigsten Orten in einem der geschäftigsten Länder. Setzen, zeigen, falls man kein Japanisch liest, beim Hinausgehen bezahlen.
Third Wave Specialty
In Tokio, Kyoto, Osaka und Fukuoka gibt es Läden, die mit allem in Melbourne oder London mithalten. Die Präzision ist bemerkenswert. Baristas wiegen Dosierungen auf 0,1 Gramm genau, regeln die Wassertemperatur auf das Grad. Espresso, Flat Whites und Pour Over sind überall verstanden. Die meisten Specialty-Cafés in den großen Städten haben englische Karten.
In Japans Kaffeekultur geht es um Genauigkeit und Respekt. Als Gast lohnt es sich, langsamer zu werden. Schauen, wie der Kaffee zubereitet wird. Ihn so annehmen, wie er gereicht wird. Die Verbeugung ist leicht. Der Kaffee ist ausgezeichnet.
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Pulled ladenWeiterlesen: Kaffee bestellen in Italien, Wie die Welt Kaffee trinkt, Was ist ein Pour Over.

